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Brauchtum

Opferwidder 2012

Leopold Dichtl mit dem Opferwidder

Der Virger Opferwidder

Der Widderzug in Virgen findet immer am ersten Samstag nach Ostern statt. Ein mit Blumen und Bändern geschmückter weißer Widder wird in einem Bittgang nach Obermauern geführt, wo er vor dem Gottesdienst dreimal um den Altar geleitet wird. Nach der Hl. Messe wird das Tier verlost, der Erlös kommt der Wallfahrtskirche "Maria Schnee" in Obermauern zugute. Der Gewinner darf den Widder behalten oder weiterverkaufen, das Tier wird nicht geopfert (geschlachtet)!

Jedes Jahr stellt ein anderer Ortsteil von Virgen oder Prägraten den Widder, er wird vom jeweiligen Fraktionsobmann aufwändig gehalten und gepflegt.

Der Brauch reicht in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück, in der im Virgental die Pest herrschte. Aus Dankbarkeit für die Erlösung von dieser Plage verlobten die Bewohner von Virgen und Prägraten eine Wallfahrt mit einem weißen Widder nach Lavant. Da es auf dem langen Weg und bei der Übernachtungen zu "unheiligen Übertretungen" kam, wurde später die Wallfahrt nach Lavant abgeschafft und seither führt die Prozession nach Obermauern.

Hier finden Sie eine Darstellung der Sage vom Virger Opferwidder von Peter Thomas Ruggenthaler, entnommen aus dem "Virgen Buch" (Louis Oberwalder, 1999).

Die Opferwidder-Prozession 2012 Der Widder wird dreimal um den Altar geführtOpferwidder 2012



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