Der Kreuzweg
| Am Westende von Virgen zweigt nordseitig der alte Weg nach Obermauern ab. Er ist ein sehr alter und viel begangener Wallfahrtsweg, auf dem 14 Stationskreuze zur bekannten Wallfahrtskirche "Maria Schnee" hinführen. In den letzten zehn Jahren erfuhr der Kreuzweg, der durch eine wunderbare Kulturlandschaft führt, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, unter anderem wurden Lesesteinmauern erneuert, einheitliche Holzzäune errichtet, das Kötterle und das Bildstöckl fachkundig saniert. |
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Die Geschichte führt zurück auf eine Initiative des Tierarztes Alois Stadler aus Welzelach, der im Jahr 1890 die Kreuze aufstellte. Die Stationsbilder wurden vom heimischen Künstler Alois Weiskopf dem Älteren angefertigt. Daher wurde der Wunsch nach einer einheitlichen, attraktiven und zeitgemäßen Gestaltung des Pilgerweges immer wieder an Pfarre, Gemeinde und an die Stationserhalter herangetragen. |
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Das Kunstprojekt Vom ursprünglichen Gedanken, die bestehenden Kreuze zu sanieren, kam die ARGE nach Gesprächen mit vier Virger Holz- und Steinbildhauern auf die Idee, ein künstlerisches Gemeinschaftswerk zu realisieren und damit einen neuen Weg zu gehen.Mit diesem Projekt wurde den Künstlern gleichzeitig die Möglichkeit geboten, ein einzigartiges Kunst- und Kulturerbe in ihrer Heimatgemeinde zu schaffen. In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit gestalteten Michael Fuetsch, Michael Lang, Alois Weiskopf und Virgil Fuetsch einen gelungenen Vorschlag, der die einhellige Zustimmung der ARGE fand. Im Juli 2008 wurden die einzelnen Stationen errichtet, die Einweihung erfolgte am Hohen Frauentag (15. August) 2008. |
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Ein Gesamtkunstwerk Der Kreuzweg ist als Gesamtkunstwerk zu betrachten und besteht aus 14 einzelnen Stationen, ergänzt durch die "Auferstehung", eine 15. Station vor der Wallfahrtskirche. In ihrer Ausführung gleichen sich die einzelnen Stationen: Mit Serpentin und Bronze wurden Ausgangsmaterialen verwendet, die Eleganz und Monumentalität in sich vereinen. Serpentin hat sich für die Verwendung geradezu angeboten, da es sich dabei um einen heimischen Stein handelt, der durch seine grüne Farbe, seine Maserung sowie auch seine Witterungsbeständigkeit besticht. Die etwa zwei Meter hohen geradlinigen Steinblöcke symbolisieren Klarheit und Kraft und stehen für den starken Glauben, der aus der Erde entspringt. |
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Die Finanzierung Die Kosten für das Projekt betrugen ca. 90.000 Euro. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Material- und Baukosten, die Künstler erhielten nur einen "Anerkennungsbetrag" als Entschädigung. |
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Pfarramt Virgen
9972 Virgen , Osttirol, Niedermauern Straße 22
+43 (04874) 5208